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Prominente in Paris Prominente in Paris - Nicolas Boileau-Despreaux

 

 

 

 

       
       
  Prominente in Paris   Nicolas Boileau-Despreaux
      1. 11. 1636 Paris - 13. 3. 1711 Paris

 

Nicolas Boileau-Despreaux war französischer Schriftsteller und Literaturtheoretiker.

Nach dem Studium der Rechte und der Theologie, folgte 1662 der Eintritt in den geistlichen Stand.

Nicolas Boileau-Despreaux

Nicolas Boileau-Despreaux war wirtschaftlich so gestellt, daß er sich ganz der Literatur widmen konnte. Erste Arbeiten - Verssatiren nach dem Vorbild T. Juvenals - prangern in scharfen Tönen zeitgenössische Sittenlosigkeit der literarischen Gegner und 1663 sogar den mächtigen Minister Colbert an.

In der ersten von Nicolas Boileau-Despreaux gebilligten Ausgabe erschienen diese Satires (1666, dt. Des berühmten Boileau Satyrische Gedichte, 1729/32) jedoch in gemilderter Form.

Die folgenden Epitres (ab 1668) vermieden zwar platte Panegyrik, unterstrichen aber seine monarchische Gesinnung. 1674 wurde er Ludwig XIV. vorgestellt, 1678 gemeinsam mit Racine zum königlischen Historiographen ernannt und 1684 Mitglied der Academie francaise.

Zum Ruhm von Nicolas Boileau-Despreaux trugen außer der Parodie Le lutrin (1674/83. Das Chorpult), in dem er die moderne Ependichtung lächerlich machte, vor allem das Lehrgedicht L'art poetique (1674, dt. Gedanken von der Dichtung, 1745; Die Dichtkunst, franz.-dt., 1968) bei.

Das von Horaz inspirierte Werk brachte ihm den Ruf eines „Gesetzgebers des Parnaß" ein. Dieser Titel ist jedoch irreführend, da in den 70er Jahren die Doktrinen der franz. Klassik schon längst ausgearbeitet und akzeptiert, die wichtigsten Werke von Moliere, La Fontaine und Racine schon erschienen waren.

Das Lehrgedicht ist weniger eine Anleitung zum Schreiben als eine Kampfschrift, die sich polemisch gegen alle Versuche wendet, die Unübertrefflichkeit der antiken Autoren im Namen literarischer Modernität zu leugnen.

Auch noch in den 90er Jahren hielt er grundsätzlich an der Vorbildlichkeit der Antike fest, differenzierte aber zwischen Wissenschaft, Philosophie, Geschichtsschreibung und Malerei, wo er den Modernen den Vorrang einräumte, und der Dichtung, in der, mit Ausnähme der Tragödie, die Alten die Überlegenen seien.

Für die Nachwelt wurde Nicolas Boileau-Despreaux im Positiven wie im Negativen zur Inkarnation der französischen Klassik. Erst in den letzten Jahrzehnten ist es der Forschung gelungen, einen vorurteilsfreien Zugang zu seinem Werk zu finden.