Prominente in Paris - Heinrich Heine
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Heinrich Heine |
| Nachname: Heine |
| Vorname: Heinrich |
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| Geburtsdatum: 1797-12-13 |
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| Geburtsort: Düsseldorf |
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| Todesdatum: 1856-02-17 |
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| Todesort: Paris (F) |
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| Sternzeichen: Schütze 23.11 - 21.12 |
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Der Dichter Heinrich Heine gilt als einer bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Berühmt wurde er nicht nur durch seine gewaltige Wortgewandtheit, sondern vor allen Dingen auch durch seine kritischen Töne gegen das Establishment.
 Literarisch bewegte er sich in der Spätromantik sowie im Jungen Deutschland. In seinen Werken vereinte er das Gefühl der Schwermut mit ironischer Betrachtung. Als Journalist begründete er nicht nur das Feuilleton, sondern auch den kritischen Ton.
Er konnte, wie kaum ein anderer, auf alle gesellschaftlichen Schichten einwirken. Zeit seines Lebens wurde er in Deutschland wegen seiner jüdischen Abstammung geächtet und kritisiert... In Paris
In Paris brach im Jahre 1830 die so genannte Juli-Revolution aus, die den Sturz der Bourbonen bedeutete. Als entschlossener Freiheitsdenker fuhr der 33jährige HEINRICH HEINE im Mai 1831 nach Paris, um die Revolution vor Ort »studieren« zu können.
Er mietete sich in einem Gasthof in der Rue Vaugirard 52 ein. Die ersten Wochen nach seiner Ankunft verbrachte er mit Besuchen von Galerien und anderen Sehenswürdigkeiten.

Gleichzeitig knüpfte er Kontakte zu Deutschen, die in Paris lebten, unter anderem auch zu dem Frankfurter Ludwig Börne, der in Deutschland wegen seiner antireaktionären Schriften Schreibverbot genoss« und ebenfalls nach Paris zur Revolution gefahren war.
Heine traf zudem mit den führenden Vertretern des französischen Kulturkreises zusammen: George Sand, Theophile Gautier, Victor Hugo, Honore de Balzac, Eugene Sue und anderen.
Für die »Augsburger Zeitung« begann er als Auslandskorrespondent, Artikel über Vorgänge und über das Leben in der französischen Metropole zu schreiben.
Er bemühte sich zu einer französisch-deutschen Freundschaft an zu stiften. Seine Kritik, oft in ironischer Lyrik verhüllt, bekamen beide Länder zu spüren.
 Seine Bücher und Artikel brachten ihm natürlich ein Publikationsverbot in Deutschland ein, weshalb er eine deutsche Zeitung in Paris herausgeben wollte - immerhin lebten damals etwa 50.000 deutsche Emigranten in Paris - doch es fehlte ihm an Geld.
1839 traf Heine Richard Wagner, der in Paris weilte und vergeblich um Erfolg heischte, und gratulierte ihm zu seinem Buch «Ein deutscher Musiker in Paris«.
 Am 31.8.1841 heiratete Heine in der Kirche Saint-Sulpice im Viertel Sainte Germain-des- Pres Mathilde Mirat, mit der er schon sieben Jahre zusammengelebt hatte.
Mit Karl Marx, der im Jahre 1843 nach Paris emigrierte, pflegte er freundschaftliche Beziehung.
Seine Heimat sah Heine, der als junger Mann zum christlichen Glauben übergetreten war und dadurch den Bruch zu seinem Vater bewirkte, nur noch auf zwei Reisen wieder.
Sein Dichterruhm schwand; vereinsamt, arm und seit 1848 durch eine unheilbare Rückenmarkerkrankung leidend, starb Heine nach 25 Jahren Parisaufenhalt in seiner Wohnung in der Rue Matignon 3, in der Nähe der Champ Elysees.

Begraben wurde er auf dem Friedhof Montmartre. Heines politische Aufsätze aus der Pariser Zeit sind unter dem Titel »Französische Zustände« und »Lutetia« erschienen.
Beide Bücher sind hervorragende Zeitdokumente. Seine Auseinandersetzung mit einem anderen deutschen Revolutionär, der im Jahre 1837 in Paris starb, ist unter dem Titel »Heinrich Heine über Ludwig Börne« 1840 erschienen.
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